2017

Noch vor dem Amtsantritt von Donald Trump starteten wir mit Gepolter ins neue Jahr, indem wir im Hinblick auf die weitere Familienplanung aufhörten zu rauchen. Um dann von der ersten eingesparten Kohle mal eben einen Städtetrip nach Brüssel zu machen.

Wir waren uns bereits sehr sicher damit, das mit dem Nachwuchs anzugehen. Wir nannten es Projekt Voyager und der Anfang fühlte sich an wie Sex ohne Kondom und ohne Kippe danach.

Es zog auch nicht sehr viel Zeit ins Land, bevor dann feststand, dass wir unsere große Ex-WG-Wohnung künftig wirklich anders würden aufteilen müssen. Nach letztlich nur zwei Monaten und einer Hundertschaft Schwangerschaftstests, im August, stand fest, dass Sophie schwanger war.

Sie schaffte es, auf zwei Hochzeiten (die ihrer Schwester und die eines alten Freundes) unauffällig nichts zu trinken, erst am dritten Oktober war es dann beim Geburtstagsessen des künftigen Uropas soweit, dass der deutlich umfangreichere Familienteil seitens Sophie vom kleinen Spätzle erfuhr. Sashs Vater und Bruder in Stuttgart lagen auf einer der vorherigen Hochzeitsrouten.

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Und was macht man so, wenn die Symptome der Schwangerschaft auf einen knapper werdenden Geldbeutel und eine Menge Zeitaufwand treffen? Richtig: Man beschließt, einen Großteil seiner Fünf-Zimmerwohnung zu renovieren!

So wurde Sashs Zimmer zum Wohnzimmer, die Küche endlich wieder weiß, Ozies Zimmer zweifarbig, Sashs Vater neu verheiratet, der kleine Flur ausgebessert, der … MOMENT!

Ja, kurz vor Silvester gab es dann noch einmal einen Tiefflug nach Stuttgart, Familienfeiern gingen dieses Jahr irgendwie vor Wandanstrich. Aber Sashs Vater war schon seit 2015 der letzte verbleibende Großelternteil des kleinen neuen Würmchens, die anderen drei aus dieser Generation fanden davor schon krankheitsbedingt ein zu frühes Ende.

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Ins neue Jahr schleppte Sophie den langsam deutlich runden Bauch und Sash vermutlich irgendwas vom Baumarkt. Küche, Kinderzimmer, es musste noch viel gemacht werden. Aber das ist dann ja auch eine Geschichte für 2018.